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Richtig heizen und lüften

 – mehr Behaglichkeit in der kalten Jahreszeit

Es wird kalt. Der Winter streckt seine Finger aus, Schnee und Eis lassen

nicht mehr lange auf sich warten. Für Behaglichkeit in der Wohnung sorgen

dicke Decken, Tassen mit heißem Tee und ein gemütliches Sofa. Und natürlich

läuft die Heizung auf Hochtouren. Richtig heizen und lüften – so geht’s.

Ein heißer Tee, eine gemütliche Decke – so wird’s auch bei eisigen Temperaturen

behaglich. Richtig heizen und lüften muss man trotzdem. 

Es mag etwas seltsam klingen, von richtigem Heizen zu sprechen. Sofern die 

Heizung nicht kaputt ist, dreht man eben auf und dann wird’s warm. Allerdings

gibt es so einiges zu beachten, möchte man effizient heizen, keine Energie 

verschwenden und Schimmelbildung vorbeugen.

Richtig Heizen und Lüften

• Die Raumtemperatur sollte 20 bis 22 Grad betragen. Bei Räumen, die nur 

selten oder nachts genutzt werden, reichen 18 bis 20 Grad.

• Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 35 und 65 Prozent liegen. Ein Hygrometer 

zeigt Luftfeuchtigkeit und Temperatur an.

• Richtig lüften hilft dabei, beide Werte zu kontrollieren und die Wohnung mit 

Frischluft zu versorgen. Bleibt feuchte Luft in der Wohnung und kühlt an 

Außenwänden und Fenstern ab, gibt sie die Feuchtigkeit ab und Schimmel 

kann entstehen.

• Morgens und abends alle Fenster aufreißen und einmal komplett durchlüften. 

Dabei die Heizung ausschalten. Wer tagsüber zuhause ist, muss häufiger lüften.

• Die Heizung auch bei Abwesenheit nicht ganz ausschalten. Eine Wohnung 

vollständig aufzuheizen kostet mehr Energie als ein gewisses Niveau dauerhaft 

zu halten.

• Gut gedämmte Häuser mit Isolierglas müssen öfter gelüftet werden. Bei älteren 

Häusern findet ein gewisser Luftaustausch schon durchs Mauerwerk statt.

• Heizung nicht mit Möbeln zustellen

• Gluckert oder klopft der Heizkörper, muss er womöglich entlüftet werden. 

Dass kann man je nach Heizkörper mit einem Vierkantschlüssel oder einem 

Schraubenzieher selbst machen. Dazu muss die Heizung voll aufdreht und auf 

der anderen Seite das Entlüftungsventil geöffnet werden. Wenn nur noch 

Wasser herauskommt, ist der Heizkörper entlüftet.

Wenns trotzdem kalt bleibt nützt auch richtiges Heizen nichts. Dann funktioniert 

womöglich die Heizung nicht oder nicht richtig. Sorge tragen muss der Eigentümer. 

Die Kosten für eine regelmäßige Wartung kann er allerdings auf den Mieter 

umlegen. Stehen Reparaturen an, bezahlt sie der Eigentümer.


Wenn die Heizung aber tatsächlich kaputt ist, beziehungsweise der Eigentümer sich

nicht um eine kaputte Heizung kümmert, können Mieter die Miete mindern. Nach 

einem Urteil des Amtsgerichts Köln um zehn bis 20 Prozent (Az.: 201 C 481/10). 

Fällt die Heizung während Minusgraden komplett aus, kann die Miete auch komplett

gemindert werden (Landgericht Berlin, Az.: 65 S 70/92). Leichte Störungen und Ausfälle

nur an Einzeltagen müssen allerdings hingenommen werden (Oberlandesgericht 

Brandenburg, Az.: 3 U 10/07). Während der Eigentümer die Heizung so regeln darf, 

dass sie nachts auf Sparflamme läuft, muss Warmwasser mit mindestens 40 Grad 

Tag und Nacht verfügbar sein.

Kosten sparen

Die Heizungswartung kann schon teuer genug werden. Auch Brennstoffe wie Heizöl 

oder Gas sind nicht gerade billig, die Preise steigen zum Teil sogar noch weiter. 

So kann man richtig heizen und lüften und dabei etwas Geld sparen:

• Ein Grad kälter fühlt man nicht sofort, es spart aber etwa sechs Prozent der 

Energiekosten ein.

• Gerade in wenig genutzten Räumen und/oder nachts kann die Temperatur 

heruntergedreht werden. Im Schlafzimmer sind 16 bis 18 Grad sogar gesund. 

Schlafzimmer von kleinen Kindern sollten aber nicht zu kalt werden und auf 

keinen Fall unter 16 Grad abkühlen.

• Programmierbare Thermostatventile helfen dabei, die Wohnung flexibel zu heizen. 

Dann fährt die Heizung ab 23 Uhr auf 18 Grad runter und heizt das Bad pünktlich 

eine halbe Stunde vor dem Duschen auf 22 Grad.

Quelle:
Immowelt AG 
Matthias Dittmann
Nordostpark 3-5 • 90411 Nürnberg • Deutschland

Ich nutze auch die programmierbaren Thermostatventile und bin sehr zu frieden! 

Stiftung Warentest hat programmierbare Thermostatventile getestet.