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Sechs Tipps für den Immobilienverkauf

Gründe für den Verkauf der eigenen Immobilie gibt es viele. Sei es die Realisierung von Wertsteigerungen auf Grund des boomenden Immobilienmarktes, die Erbschaft einer Immobilie, der altersbedingte Verkauf oder der Umzug in eine andere Stadt. Doch eins haben sie alle gemeinsam: Der Verkauf will gut vorbereitet werden, damit am Ende das bestmögliche Ergebnis für den Verkäufer realisiert wird. Auf diesem Weg gibt es eine Reihe von Hindernissen. Der Immobilienverband IVD gibt Tipps und Hinweise, wie sich diese überwinden lassen und wie im heutigen Marktumfeld gute Preise zu erzielen sind:

Tipp 1: Sich Zeit nehmen und den Verkauf gut vorbereiten

Zunächst sollte sich der Verkäufer darüber im Klaren sein, dass der Verkauf einer Immobilie beispielsweise mit dem eines Gebrauchtwagens nicht viel gemein hat. Der Aufwand an Zeit und Kosten ist häufig ungleich höher. Im Durchschnitt benötigt man in Deutschland für einen Immobilienverkauf sechs bis neun Monate. “Je nach Lage und Art der Immobilie kann der Vermarktungszeitraum variieren”, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. “In Metropolregionen ist die Nachfrageseite sehr viel größer als in ländlichen Gebieten, entsprechend weniger Zeit benötigt man für den Verkauf.” In dieser Zeit muss die Immobilie eingewertet werden, in professioneller Weise vermarktet werden und es müssen mit Interessenten Verhandlungen geführt werden. Bereits im Vorfeld muss sich der Eigentümer detailliert mit seiner Immobilie auseinandersetzen und alle Daten und Fakten zusammen suchen, um sie z.B. dem mit ihm zusammenarbeitenden Immobilienmakler geben zu können. “Eigentümer sollten sich gründlich in die Materie einarbeiten und zwar bevor sie sich aktiv um den Verkauf kümmern”, rät Schick.

Tipp 2: Den Angebotspreis nicht zu hoch ansetzen

Ein entscheidender Punkt beim Verkauf ist der Preis der Immobilie. Hat der Verkäufer eine zu niedrige Preisvorstellung, verliert er Geld, ist sie zu hoch, findet er keinen Käufer. “Immobilieneigentümer begehen häufig den Fehler mit einem zu hohen Verkaufspreis anzufangen, um zu sehen, wie potenzielle Käufer reagieren”, sagt Schick. “Das ist allerdings der falsche Weg. Interessenten sehen in Preisänderungen einen Makel an der Immobilie und denken sich, dass mit der Immobilie etwas nicht stimmen kann.” Der professionellen Preisfindung kommt daher eine entscheidende Bedeutung zu. Eine gute Möglichkeit bietet die Einwertung durch markterfahrene Immobiliendienstleister, die Erfahrung mit vergleichbaren Immobilien oder der Mikrolage haben. Einen ersten Eindruck verschaffen auch der Immobilienteil der örtlichen Tageszeitung oder Immobilienportale im Internet. Hier sind oft Immobilienangebote aus dem direkten Umfeld und ähnlichen Objekten zu finden. Die Gefahr ist jedoch auch hier, dass zu t eure Objekte oft viele Monate in den Portalen zu finden sind, während richtig eingepreiste Immobilien gar nicht erst inseriert werden.

Die professionelle Hilfe eines Sachverständigen kann ebenfalls eine Möglichkeit der Wertermittlung sein. Der Gutachter fertigt anhand anerkannter Wertermittlungsmethoden ein umfangreiches Gutachten an. Er bezieht die Lage, aber auch Baueigenschaften und Zustand der Immobilie in das Ergebnis mit ein. Im Marktumfeld des Jahres 2013 können Verkäufer mit sehr attraktiven Verkaufspreisen rechnen.

Tipp 3: Immobilie im Internet richtig präsentieren

Die meisten Immobilien werden heute auf Internet-Portalen wie Immonet gesucht. Die Immobilie dort richtig zu präsentieren ist daher sehr wichtig. Potentielle Käufer entscheiden aufgrund der darin gemachten Angaben und Informationen, ob sie die Immobilie überhaupt selbst in Augenschein nehmen wollen. Neben den aussagekräftigen und fehlerfreien Beschreibungen zu Zustand, Lage und Preis der Immobilien sind insbesondere professionelle Fotos wichtig. “Mit guten Fotos wird ein Wohngefühl vermittelt. Sie geben einen ersten Eindruck von der Wohnlage und der Qualität der Immobilie”, sagt Schick. “Schlechte Fotos dagegen verhindern den Verkauf.”

Tipp 4: Schönheitsreparaturen vor den Besichtigungen erledigen

Der erste Eindruck bei der Besichtigung spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung des Interessenten. Eine schmuddelige Fassade, dreckige Teppiche oder Tür- und Fensterrahmen, von denen die Farbe platzt, schrecken Interessenten ab. Instinktiv übertragen sie die sichtbaren Schönheitsmängel auf den Gesamtzustand der Immobilie. Schon Kleinigkeiten können Wunder wirken. “Ein neuer Anstrich, ein gereinigter Teppichboden, gepflegte Armaturen im Badezimmer und in der Küche sowie eine gut durchgelüftete Wohnung hinterlassen einen guten ersten Eindruck”, erklärt Schick. “Verkäufer sollten daher im Vorfeld durchaus etwas Geld und Zeit in die Immobilie investieren.”

Tipp 5: Professionelle Hilfe holen

Wie die genannten Tipps zeigen, sollte ein Verkauf nicht ohne fachlich fundierten Rat getroffen werden. “Ein erfahrener Makler verkauft ständig Immobilien. Eine Privatperson vielleicht ein- bis zweimal Mal im Leben. Wer als Privatmann versucht, auf eigene Faust zu verkaufen, kann sehr viel Geld verlieren, was ein Immobilienexperte zu verhindern weiß”, sagt Schick. Qualifizierte Immobilienmakler unterstützen den Verkäufer gezielt und können ihre ganze Erfahrung zur Verfügung stellen. Sie kennen Interessenten, die eine Immobilie kaufen wollen, und verfügen über verkäuferisches Geschick. Makler kennen sich bei Verträgen aus, unterstützen bei der Finanzierung und geben damit auch unsicheren Käufern Vertrauen. Es empfiehlt sich daher, einen entsprechenden Beratungsvertrag abzuschließen und mit einem professionellen Makler zusammenzuarbeiten. “Ein wichtiger Qualitätsnachweis für Makler ist die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem Immobilienverband IVD oder die Zertifizierung des I mmobilienmaklers nach der Maklernorm DIN EN 15733?, erläutert Schick. Der Immobilienverband IVD rät Verkäufern zum Abschluss eines Alleinauftrags mit dem Immobiliendienstleister ihres Vertrauens.

Tipp 6: Prüfung der Finanzierbarkeit des Käufers

Wenn der Verkäufer einen Käufer gefunden hat, sollte er sich vor der Unterzeichnung des Vertrages beim Notar eine schriftliche Finanzierungsbestätigung der Bank des Käufers vorlegen lassen. “Verkäufer sollten sich nicht von unverbindlichen Aussagen des Erwerbers täuschen lassen”, rät Schick. “Im schlimmsten Falle bemerkt man erst einige Monate später, dass der Käufer nicht bezahlen kann.”

Quelle:

Immobilien-Newsticker.de
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