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Ab 2016 muss Bauabzugsteuer einbehalten

Die Installation einer Photovoltaik-Anlage an oder auf einem Gebäude gilt ab 2016 als Bauleistung. Auftraggeber sind daher verpflichtet, von dem Rechnungsbetrag 15 Prozent einzubehalten und an das Finanzamt des Handwerksunternehmers abzuführen (Bauabzugsteuer).

Diese Regelung gilt auch für die Vermieter von Wohnungen. Bisher war die Einbehaltung der Bauabzugssteuer nur erforderlich, wenn Auftragnehmer ein ausländisches Unternehmen war. Seit 2016 gilt dies für sämtliche Auftraggeber.

Wird die Photovoltaikanlag an dem selbstgenutzten Einfamilienhaus angebracht, besteht keine Pflicht zur Einbehaltung der Bauabzugssteuer. Ansonsten darf der Auftraggeber von der Einbehaltung der Bauabzugssteuer nur Abstand nehmen, wenn das Handwerksunternehmen eine Freistellungsbescheinigung (§ 48 b EStG) vorlegt oder wenn das Volumen der Bauvorhaben im laufenden Kalenderjahr bestimmte Freigrenzen nicht überschreitet.

Der Auftraggeber muss dem leistenden Unternehmer die Einbehaltung der Steuer bescheinigen. Unterbleibt die Einbehaltung de Bauabzugssteuer, haftet der Auftraggeber.

Quelle: Immobilienverband IVD Bundesverband, Littenstrasse 10, 10179  Berlin