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Richtige Zeit für den Heizungstausch

Bei den heißen Temperaturen der vergangenen Wochen denkt man nicht unmittelbar an die kommende Heizperiode. Für Besitzer eines alten Heizkessels wäre aber gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, um über einen Austausch der Anlage nachzudenken. Nicht nur, weil derzeit nicht geheizt werden muss und die Anlage daher für die Dauer der Arbeiten leichter entbehrlich ist als in den kühlen Monaten. Ein weiterer Grund, einen Tausch in Erwägung zu ziehen, sind die staatlichen Fördermittel für Modernisierung oder Austausch, die kürzlich erhöht wurden.

Bevor es soweit ist, sollte man sich jedoch Hilfestellung von einem qualifizierten Energieberater geben lassen. Das empfiehlt zumindest die Deutsche Energieagentur, Dena. Auch hierfür, für die Energieberatung vor Ort in Ein- und Zweifamilienhäusern, gibt es schon einen Zuschuss, der bis zu 800 Euro betragen kann. Der energetische Rundum-Check eines Hauses bringt bis zu 800 Euro, bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohnungen gibt es sogar bis zu 1100 Euro Zuschuss. Voraussetzung für eine Förderung ist die Beratung durch einen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannten Fachmann. Eine Liste mit zugelassenen Beratern ist im Internet unter www.energie-effizienz-experten.de zu finden.

 

Bei der Finanzierung der Heizung kommt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ins Spiel. Mit dem Produkt Nummer 151/152, „Energieeffizient bauen und sanieren“ (Nummer 152 steht für Einzelmaßnahmen energieeffizienten Sanierens) werden Umrüstungen von Heizungen auf Basis der fossilen Brennstoffe Öl und Gas bezuschusst. Voraussetzung an die neuen Heizkessel: Sie müssen Brennwerttechnik oder Kraft-Wärme-Kopplung haben. Es gibt die Möglichkeiten eines Kredits bis zu 50 000 Euro zu einem Zinssatz von 0,75 Prozent oder einen einmaligen Investitionszuschuss in Höhe von zehn Prozent, maximal jedoch 5000 Euro.

 

Erneuerbare Energien können bei der KfW nur über den Ergänzungskredit im Programm 167 bezuschusst werden. Hier gibt es bis zu 50 000 Euro pro Wohneinheit für einen Zinssatz von einem Prozent. Ansonsten ist für erneuerbare Energien das BAFA zuständig. Aktuell stehen dort genügend Mittel für die Förderung erneuerbarer Energien zur Verfügung. Weil die Bundesregierung einen Anreiz für Investitionen geben will, hat sie zum 1. April die Fördermittel erhöht.

So gibt es für eine thermische Solaranlage, die die Energie für Heizung und Warmwasser liefert und zwölf Quadratmeter Kollektorfläche hat, mindestens 2000 Euro Zuschuss. Solaranlagen zur reinen Warmwasserversorgung werden jetzt wieder gefördert, und zwar mit 500 Euro für eine Kollektorfläche von drei bis zehn Quadratmeter und 50 Euro pro Quadratmeter bei Flächen bis 40 Quadratmeter. Für Pelletkessel gibt es nun 3000 statt vorher 2400 Euro, bei zusätzlichem Pufferspeicher beträgt die Förderung mindestens 3500, bei Brennwerttechnik mindestens 5250 Euro. Auch eine nachträgliche Optimierung der Anlage ist jetzt möglich. Für Mini-KWK-Anlagen gibt es eine Basis-Förderung, die sich nach der elektrischen Leistung richtet. Sie beträgt zwischen 1900 und 3500 Euro. Für besonders energieeffiziente Anlagen gibt es einen weiteren Bonus.

 

Weitere individuelle Fördermöglichkeiten können auch über die Seite www.verbraucherzentrale-energieberatung.de abgerufen werden. Über den Button Online-Ratgeber gelangt man zu einem Formular, in das einige Gebäudedaten (Alter, Typ, Heizungsart) eingegeben werden müssen. Anschließend erhält man für das einzelne Projekt die Fördermöglichkeiten aufgelistet.

Ihr Immobilienmakler Benno Harnisch