• ZUVERLÄSSIG✔
  • EHRLICH✔
  • FAIR✔
Foto
Portrait

Maklerrecht: Nachbarrecht: Eigentumswohnung:

Maklerrecht: Automatische Verlängerung benachteiligt Kunden.

Sehen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Maklers vor, dass sich der Vertrag mit seinen Kunden "nach einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten automatisch um jeweils drei Monate verlängert, sofern der Maklervertrag nicht gekündigt wird", so ist der Passus ungültig. In dieser Klausel sieht das Oberlandesgericht Stuttgart eine "unangemessene Benachteiligung des Maklerkunden". (OLG Stuttgart, 3 U 146/18)

 

Nachbarrecht: Blendet die Sonne, muss der Ort des Geschehens besucht werden.

Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass es nicht ausreicht, schematisch anhand von pauschalen Grenzwerten, zu beurteilen, wie stark ein Anwohner bei Sonne durch die Dachpfannen seines Nachbarn geblendet wird. Um die Frage zu klären, ob der Hausbesitzer die Blendwirkung verhindern müsse, ist ein Ortstermin durch einen Richter erforderlich. Es gibt keine verbindlichen Richtwerte, die eine "wesentliche Beeinträchtigung" definieren. Vielmehr müssen die konkreten Umstände des Einzelfalls und das Empfinden des Durchschnittsmenschen ausschlaggebend sein. (OLG Hamm, 24 U 27/18)

 

Eigentumswohnung: Anschriften der Eigentümer muss die Verwalterin rausgeben.

Die Verwalterin einer Wohnungseigentumsanlage darf es einem Eigentümer nicht verwehren, Name und Anschrift aller anderen Eigentümer der Anlage auszuhändigen. Das gelte auch dann, wenn er die Kontakte mit der Absicht verlangt, die Verwalterin abzusetzen und dafür bei den anderen Miteigentümern „zu werben“, weil sie wiederholt „Fehler in der Verwaltung“ gemacht habe (hier ging es insbesondere um eine Dachreparatur). Wer eine Wohnung kauft und Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft wird, der habe keinen schützenswerten Anspruch darauf, dies namenslos zu tun. (LG Düsseldorf, 25 S 22/18)

Quelle: Immobilienverband IVD Bundesverband, Littenstrasse 10, 10179  Berlin


Ihr IVD Immobilienmakler Benno Harnisch